Erstmals wurde in Liechtenstein eine Asiatische Hornisse nachgewiesen. Ein totes Tier wurde unterhalb des Forstwerkhofs in Schaan gefunden. Ob sich in der Umgebung ein Nest befindet, ist derzeit noch unklar.
Bieneninspektor Markus Beck und Gerhard Marock (Experte für die Asiatische Hornisse beim Liechtensteiner Imkerverein) bitten die Imkerschaft deshalb um erhöhte Aufmerksamkeit an den Bienenständen. Die Imkerinnen und Imker mit Ständen in der Nähe des Fundortes wurden bereits informiert und es werden nun engmaschig Kontrollen durchgeführt. Es wurde bisher noch kein Nest entdeckt.
Zur Überwachung ist ein Dochtglas wichtig.
Die Asiatische Hornisse stellt insbesondere für Honigbienen eine Gefahr dar. Sie jagt vor den Fluglöchern der Bienenstöcke und kann bei starkem Auftreten Bienenvölker erheblich schwächen.
Durch eine rasche Meldung können neue Nester frühzeitig entdeckt und entfernt werden. Damit leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Honigbienen und zur Eindämmung der Ausbreitung der Asiatischen Hornisse.
Worauf sollte geachtet werden?
Primärnester werden im Frühjahr von einer einzelnen Königin gebaut und befinden sich häufig in Hecken, Gartenhäusern, Schuppen, Carports oder unter Dachvorsprüngen.
Die Asiatische Hornisse ist überwiegend dunkel gefärbt, besitzt eine auffällige orange Binde am Hinterleib und gelbe Beinenden.
Ab dem Sommer werden grössere Sekundärnester angelegt, oft hoch in Bäumen.
Unsere Bitte an alle Imkerinnen und Imker:
Beobachtet eure Bienenstände aufmerksam. Achtet auf ungewöhnlich viele Hornissen vor den Fluglöchern.
Meldet verdächtige Sichtungen oder mögliche Nester umgehend auf: https://asiatischehornisse.ch
Versucht nicht, Nester selbst zu entfernen. Dies sollte ausschliesslich durch geschulte Fachpersonen erfolgen.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und Unterstützung!
